Corona-Update 25.06.2020

Zur Corona-Prävention bleibt das Soziale Zentrum Suhl weiterhin für den öffentlichen Besucherverkehr geschlossen.
Seit 1. Juni 2020 sind aber wieder Beratungen von Betroffenen für Betroffene möglich. Die Sprechzeiten der Beratungsangebote finden Sie im Kalender.
Ab sofort sind auch wieder Gruppentreffen bis maximal 10 Personen möglich.
Bei Gruppentreffen und Beratungsangeboten sind die Schutzregeln entsprechend Corona-Hygieneplan (PDF 478 KB) einzuhalten (keine Krankheitssymptome, Hygieneregeln, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsgebot, Datenerfassung).

03.07.2013 23. Suhler Selbsthilfetag

Der 23. Selbsthilfetag in Suhl auf neuen Wegen

dl, Wochenspiegel, 30.06.2013

Standort am Sozialen Zentrum mit Tag der offenen Tür gekoppelt

Der Selbsthilfetag in Suhl hat Tradition. Ist er doch nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten der Dreh- und Angelpunkt, an dem alles, was mit Hilfe zur Selbsthilfe zu tun hat, vorgestellt werden kann. Selbsthilfegruppen stellen hier ihre Wirkungsbereiche vor, Vereine präsentieren ihre Möglichkeiten und viele Partner beraten darüber hinaus über die große Bandbreite an Angeboten.

Der nun am 6. Juli 2013 von 10 bis 20 Uhr in Suhl stattfindende 23. Selbsthilfetag wird daran nichts ändern. Wohl aber wird er schon allein mit der Wahl seines Standortes neue Wege beschreiten. Bisher war er immer geknüpft an einen verkaufsoffenen Sonntag, fand mitten im Stadtzentrum, rund um den Dianabrunnen statt. Das hatte nicht nur den Vorteil, mitten im größten Trubel präsent zu sein, sondern auch viele Menschen zu erreichen, die bisher vom Selbsthilfetag und den in Suhl vorhandenen Möglichkeiten zur Selbsthilfe nichts wussten. Am Samstag, dem 6. Juli, wird erstmals in und rings um das Soziale Zentrum eingeladen. Gründe dafür benennt Selbsthilfebeiratsvorsitzender Johannes Schimoneck gleich mehrere: „Das hat nicht allein mit dem Wunsch nach Veränderung zu tun“, sagte er, „Bei dieser Entscheidung geht es auch darum, den Aufwand möglichst gering zu halten. Schließlich wird auch dieser Tag von vielen Teilnehmern ehrenamtlich organisiert.“ Damit einher geht zudem eine Reduzierung von Kosten. „Und gerade in Zeiten, in denen sich alles in Richtung teurer bewegt, kann bewusst auch auf Kosten verzichtet werden, die anderswo auch dringend gebraucht werden.“

Diese löblichen Gedanken umzusetzen, bringen auch noch positive Aspekte in den Selbsthilfetag. „Das betrifft beispielsweise die nun geschaffene intimere Atmosphäre. Wir haben im Sozialen Zentrum verschiedene Räumlichkeiten, in denen Gespräche geführt werden können. Nicht jeder hat sich in den Jahren zuvor getraut, über seine Probleme zu reden, wenn drei Leute neben ihn stehen“, so Johannes Schimoneck weiter. „Hatte sich der Selbsthilfetag am Dianabrunnen längst zu einem Selbstläufer entwickelt, sehen wir den neuen Standort zugleich als Herausforderung. Nicht zuletzt lernen dadurch vielleicht auch viele Menschen das Soziale Zentrum in der Auenstraße 32 kennen, die bisher noch nie hier waren.“ Deshalb wird der 23. Suhler Selbsthilfetag in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür im Sozialen Zentrum angeboten.

Laut Julia Schmatloch, der Leiterin des Sozial- und Gleichstellungsbüros, ist nach dem 22. Selbsthilfetag ein Fragebogen an alle Selbsthilfegruppen verschickt worden. Deren Auswertung hat Veränderungen erforderlich gemacht. Ein Wunsch der Teilnehmer hat sich zum Beispiel auf einen entspannteren Rahmen bezogen, dem nun mit dem neuen Standort ebenfalls Rechnung getragen werden kann. Doch auch inhaltlich bietet er den passenderen Rahmen für eine größere Angebotspalette. Nun bereits ab 10 Uhr werden auch Workshops, Impulsreferate und Workshops zu jeder halben und vollen Stunde angeboten. Dabei geht es um Themen wie Alzheimer und Demenz, Familienselbsthilfe, „Wilde Küche – Heilkräuter nutzen und genießen“, Informationen zum Hypnosecoaching, methodische Spiele zur zielgerichteten Gruppendynamik, Qi Gong oder um Asthma- und Lungensport.

Ansprechen möchte Julia Schmatloch zudem besonders auch die Familien, „da sich viele unserer Gruppen mit der Familienselbsthilfe befassen“, sagte sie weiter. Der komplette Selbsthilfetag ist deshalb auch voll und ganz darauf eingestellt, Gäste aller Altersklassen zu empfangen, gern auch ganze Familien. Kompetente Unterstützung dafür gibt es vom Thepra Kindergarten, der die Betreuung der jüngsten Besucher übernimmt, während sich die Eltern in Ruhe umschauen, informieren oder an den Workshops teilnehmen können.

10 Uhr eröffnen Oberbürgermeister Jens Triebel, der zugleich Schirmherr ist und Johannes Schimoneck den Selbsthilfetag. Bis 14 Uhr erfolgen die Präsentationen der Selbsthilfegruppen von Allergie, Neurodermitis, Asthma, über Kreuzbund Suhl e.V., bis hin zur SHG Zwangserkrankungen. Ebenso präsentieren sich neue wie die Selbsthilfegruppe Schizophrenie oder Borderline. Mit vor Ort sind u.a. der Behindertenbeirat, das Bündnis für Familie, Seniorenbeirat und Sportbund, der VdK, die Verbraucherzentrale oder die Volkssolidarität. Darüber hinaus werden Infomobile, Lungenfunktionstests, Blutzucker- und Blutdruckmessungen möglich. Ab 14 Uhr wird der inhaltliche Teil des Selbsthilfetages abgeschlossen sein, während es danach mit dem Tag der offenen Tür in Form eines Sommerfestes weiter geht. Den jüngsten Gästen steht von 12 bis 17 Uhr ein beaufsichtigtes Spielgelände zur Verfügung mit Rollerstrecke, Spielgeräten, Torwandschießen und Kinderschminken. Von 12 bis 20 Uhr ist zudem für Gegrilltes und Getränke sowie für ein Unterhaltungsprogramm gesorgt. Es werden Chöre und Tanzvorführungen vorgestellt.

Pressebeitrag: Wochenspiegel, 30.06.2013, dl